Der ppm-Wert gibt an, wie viele Teile eines Stoffes auf eine Million Teile einer Mischung kommen. „ppm“ steht für „parts per million“ – also Teile pro Million. In Wasser entspricht 1 ppm praktisch genau 1 Milligramm pro Liter (mg/l). Der Wert ist überall dort wichtig, wo es um sehr kleine Konzentrationen geht – etwa beim H₂-Gehalt von Wasserstoffwasser, bei der Wasserhärte oder bei gelösten Mineralien (TDS).

Was bedeutet ppm?
ppm ist eine Verhältnisangabe, keine feste Maßeinheit wie Gramm oder Liter. 1 ppm bedeutet: ein Teil von einer Million Teilen. Das ist anschaulich vergleichbar mit einem einzelnen Tropfen in einem vollen Badewannen-Volumen oder mit einer Sekunde in etwa elfeinhalb Tagen.
Weil ein Liter Wasser rund 1.000.000 Milligramm wiegt, gilt: 1 ppm ≈ 1 mg/l. Diese Gleichsetzung funktioniert bei verdünnten wässrigen Lösungen sehr genau.
ppm, mg/l und Prozent: die Umrechnung
| Angabe | Entspricht |
|---|---|
| 1 ppm | 1 mg/l (in Wasser) = 0,0001 % |
| 10 ppm | 10 mg/l = 0,001 % |
| 100 ppm | 100 mg/l = 0,01 % |
| 10.000 ppm | 10.000 mg/l = 1 % |
ppm-Rechner
| ppm | |
|---|---|
| mg/l | |
| % |
1 ppm = 1 mg/l (in Wasser) = 0,0001 %
Merksatz: 1 % = 10.000 ppm. Um von Prozent auf ppm zu kommen, multipliziert man mit 10.000; in die andere Richtung dividiert man durch 10.000.
ppm bei Wasserstoffwasser
Beim Wasserstoffwasser beschreibt der ppm-Wert die gelöste Menge an molekularem Wasserstoff (H₂). Übliche Orientierung:
- ab ca. 0,5 ppm: untere Schwelle, in Studien häufig verwendet
- 1,0–1,6 ppm: sinnvoller Bereich nahe der natürlichen Sättigung
- > 1,6 ppm: nur unter Druck (übersättigt), sinkt schnell wieder
Bei Normaldruck löst sich H₂ nur bis etwa 1,6 mg/l. Höhere Angaben sind kurzlebig, weil das Gas rasch entweicht. Wie dieser Wert in der Praxis erzeugt wird, erklärt der Artikel zur Elektrolyse von Wasser.
Wie misst man den ppm-Wert?
Für gelösten Wasserstoff gibt es zwei gängige Methoden:
- H₂-Messgerät (elektrochemisch): liefert direkt einen ppm- oder mg/l-Wert, ist aber teurer und muss kalibriert werden.
- Titrationsreagenz (Tropfentest): ein Reagenz (häufig auf Methylenblau-Basis) wird tropfenweise zugegeben, bis die Farbe umschlägt. Die Tropfenzahl ergibt den ppm-Wert. Günstig und für den Hausgebrauch beliebt.
Reine TDS- oder Leitfähigkeitsmessgeräte messen nicht den Wasserstoffgehalt – sie erfassen gelöste Salze, nicht gelöste Gase. Das ist eine häufige Verwechslung.
ppm in anderen Kontexten
Der ppm-Wert begegnet einem in vielen Bereichen:
- TDS (gelöste Feststoffe): Mineralgehalt von Trinkwasser, oft in ppm angegeben.
- Wasserhärte: Calcium- und Magnesiumgehalt.
- Luftqualität: CO₂-Konzentration in Räumen (z. B. 400–1.000 ppm).
- Schwimmbad: Chlorgehalt in ppm.
Ein wichtiger Hinweis: ppm kann sich auf Masse (mg/kg) oder auf Volumen beziehen. Bei Wasser sind beide nahezu identisch; bei Gasen in Luft ist meist das Volumenverhältnis gemeint.
Häufige Fragen (FAQ)
Was bedeutet ppm einfach erklärt?
ppm steht für „parts per million" – Teile pro Million. 1 ppm ist ein Teil von einer Million, in Wasser entspricht das etwa 1 mg pro Liter.
Wie rechnet man ppm in mg/l um?
In Wasser ist 1 ppm ≈ 1 mg/l. Die Werte sind praktisch gleich, weil ein Liter Wasser rund eine Million Milligramm wiegt.
Wie viel ppm ist 1 Prozent?
1 % entspricht 10.000 ppm. Umgekehrt sind 100 ppm gleich 0,01 %.
Welcher ppm-Wert ist bei Wasserstoffwasser gut?
Ein Bereich von etwa 1,0 bis 1,6 ppm gilt als sinnvoll; ab 0,5 ppm wurde in Studien gearbeitet.

